Birnen
 

Alexander Lukas

1847 erstmals von der Baumschule Transon in Orleans, Frankreich als Beurrèe Alexandre Lucas in den Handel gebracht. Den Namen erhielt sie nach ihrem Entdecker. Wuchs: Anfangs stark aufrecht wachsend, später hochgebaute Kronen mit überhängenden Fruchtästen. Für alle Bauformen und auch als Wildling geeignet. Standort: gern sandiger, lehmiger Boden. Die Sorte stellt keine hohen Klimaansprüche und gedeiht windgeschützt auch in rauhen Lagen.
Anbauwert: Großfruchtige Tafelbirne für Frischverzehr und Konservierung, wird gerne für Kompott verwendet. Frucht: große bis sehr große kegelförmig bauchige Birne mit kurzem Stil. Glatte glänzende gelbliche Schale, die selten sonnenseitig leichte Rötung aufweist. Grobkörniges, bröckeliges Fruchtfleisch. Saftig, süß-säuerlich. Pflückreife: Ende September. Genussreife: November.

Bocs Flaschenbirne

Die sichere Herkunft dieser Birnensorte ist nicht bekannt.
Wuchs: mittelstark, pyramidal, Zweige überhängend.
Standort: Liebt eher trockenen, warmen Boden und eine geschützte Lage, generell ist sie aber nicht so sehr anspruchsvoll.
Anbauwert: hervorragende Tafelsorte für Frischverzehr und Haushalt.
Frucht: Flaschen- oder keulenförmige mittelgroß bis große Frucht, sich stark verjüngend zum Stiel hin. Hellgelb aber fast komplett zimtartig berostet. Gelblichweißes, sehr saftreiches Fruchtfleisch mit edlem Aroma.
Pflückreife: Mitte Oktober. Genussreife: drei bis vier Wochen nach der Ernte spätestens. Vorzeitiges Pflücken verlängert die Haltbarkeit.

Clapps Liebling

Gefunden wurde sie um 1860 als Zufallssämling in den USA.
Wuchs: schnellwüchsig, für alle Anbauarten geeignet.
Standort: breit anbaufähig bis in mittlere Höhenlagen.
Anbauwert: gern genutzt für gewerblichen Anbau. Gute Tafelbirne.
Frucht: mittel bis groß, gelblichgrün bis trüborange, süß und angenehm gewürzt
Pflückreife: Anfang bis Ende August
Genussreife: Anfang September, Haltbarkeit gering.

Gute Luise

Als Zufallssämling 1778 in Frankreich gefunden. Wuchs: Mittelstark bis stark, für alle Anbauarten geeignet. Standort: guter Boden, keine besonderen Ansprüche an Standort und Klima. Anbauwert: Spitzentafelsorte, gute Wirtschaftsfrucht.
Frucht: mittel bis groß, grünlichgelb bis rötlich braun, angenehm süß und gewürzt. Pflückreife: Anfang September bis Anfang Oktober. Genussreife: Ende September bis Ende Oktober.

Haferbirne

Sehr alte Sorte nicht näher bekannter Herkunft. Wuchs: außerordentlich kräftiger Wuchs, breite hohe Krone ausbildend. Standort: gute Birnenböden in wärmerem Klima für reiche Fruchtbarkeit nötig. Anbauwert: Speisebirne für Rohgenuss und zum kochen. Frucht: Grünlich, klein bis mittelgroß, sehr saftig.
Pflückreife: Mitte bis Ende Juli/August Genussreife: ab zwei Wochen nach Ernte noch haltbar.

Packhams Triumpf

Die Sorte entstand um 1896 in Australien aus einer Kreuzung von Uvedale St.Germainx Williams Christbirne. Wuchs: mittelstark mit kräftigen Trieben. Standort: nur für warme, nährstoffreiche, durchlässige und tiefgründige Böden.
Anbauwert: Hervorragende Tafelfrucht für den Frischverzehr und Haushalt. Frucht. Mittelgroß bis groß mit glatter, später zitronengelber Schale, teils mit netzartigen Rostspuren. Gelblich- weißes Fruchtfleisch. Muskatartig Gewürzt mit dem Aroma der Williams Christ Birne. Pflückreife: Anfang bis Mitte Oktober. Genussreife: Mitte November bis Mitte Januar.

Williams Christ

Diese Sorte ist in Berkshire in England entstanden und war dort schon um 1770 bekannt. Nach Ihrem Verbreiter wurde sie Williams benannt. Wuchs: mittelstark mit später schwächerer Krone spitz bis breit pyramidal. Fruchtäste schräg bis steil aufrecht, in der Ertragphase hängend. Standort: Nur für beste Birnenböden geeignet. Anbauwert: Erstklassige Tafel und Kompottfrucht, ebenso gut geeignet zum Brennen. Frucht: mittelgroße bis große Frucht, fast immer sanft gerript oder beulig. Zarte, empfindliche schale. Halbmatt, selten glänzend zur Genußreife grünlichgelb bis leuchtend hellgelb. Fast weißes Fruchtfleisch, zart schmelzend, saftig, angenehm säuerlich und gut gewürzt. Pflückreife: in wärmeren lagen Mitte August. Darf nicht zu spät gepflückt werden, da sie sonst mehlig und fad wird. Genussreife: Circa eine Woche nach der Ernte.